Die Wiederentdeckung unserer zyklischen Natur

Die vier Schilde als Orientierungsmodell für tiefe Transformation

Bei den vier Schilden (auch Medizinrad genannt) handelt es sich um ein naturpsychologisches Entwicklungsmodell, dass uns durch tiefe Wandlungsprozesse begleiten und uns Orientierung in unserem alltäglichen Leben geben kann. „Es wurde in den 1980er Jahren vom amerikanischen Psychologen Steven Foster und seiner Frau Meredith Little aus Rudimenten eines traditionellen Lebensrad der Northern Cheyenne […]“ entwickelt (Robert Bögle/ Gesa Heiten: Räder des Lebens).

Früher war es auch in anderen Kulturen sehr üblich sich beispielsweise an den Gestirnen sowie den Jahreszeiten zu orientieren und sie als Eckpunkte eigener Modelle zu verwenden. Daraus folgte die Vorstellung vom Leben und dem Wandel als zyklischem Prozess. Durch das Paradigma des stetigen (wirtschaftlichen) Wachstums wurde dieses zyklische Denken weitgehend durch lineares Denken ersetzt. An diesem Wochenende möchten wir Sie und euch dazu einladen sich an unsere eigene zyklische Natur zu erinnern und damit Wandlungs- und Übergangsprozesse bewusster zu gestalten und die verborgene Kraft auch in den Krisen des Lebens zu erkennen.

Folgende Fragen werden uns während unserer gemeinsamen Zeit beschäftigen:
Wo stehe ich in den vier Schilden/ dem Medizinrad?
Was brauche ich um ins Gleichgewicht zu kommen?
Was möchte losgelassen, was möchte eingeladen oder bestätigt werden?

 Ablauf:
Wir werden das Wochenende an einem ruhigen Platz im Göttinger Wald verbringen, den uns der Förster zur Verfügung stellt. Übernachtet wird in eigenen Zelten. Kochen werden wir gemeinsam über dem Feuer. Für die Gesprächsrunden (Council) steht uns eine Yurte zur Verfügung. Neben den Gesprächsrunden werden uns auf „Schwellengänge“ (Zeiten alleine in der Natur) begeben, die uns viel über uns selbst zu berichten haben. Von Samstag auf Sonntag wird es die Möglichkeit geben eine „Wachnacht“ ebenfalls allein draußen im Wald zu verbringen um Dinge los zu lassen, die nicht mehr gebraucht werden oder neue Qualitäten einzuladen.

Besondere Ausrüstung:

  • eigenes Zelt (nach Absprache können aber auch Zelte geliehen werden)
  • Schlafsack
  • Isomatte
  • (Stirn-) Lampe
  • ein Messer zum Schnitzen
  • Sitzunterlage
  • festes Schuhwerk
  • Regenschutz

Termin:
Freitag, 10. August, 16 Uhr bis Sonntag, 12. August 16 Uhr
(Anmeldeschluss 03. August 2018)

Wo:
Herberhausen, Stadtwald Göttingen
Treffpunkt: Waldparkplatz Ende “Am Herberhäuser Weinberge”

Kosten:
Nach Selbsteinschätzung 130 – 180 – 230 Euro
inkl. Verpflegung, biologisch, vegetarisch und vegan
– Eine Teilnahme soll nicht am Geld scheitern. Meldet euch gerne bei uns und wir finden eine Lösung!

Leitung:
Simone Henke und Robert Klein
Helfende Hände: Sophie Langner und Eva Densing

Anmeldung:
E-Mail: anmeldung(at)waelderwaerts.de

 


Über Simone Henke

Ethnologie/ Erziehungswissenschaft (M.A.), mehrjährige Arbeit in der biologischen Landwirtschaft, Projektkoordination ‘Zum Glück‘, in Ausbildung zur Initiatischen Prozessbegleiterin am Eschwege Institut

Ich verstehe mich als Suchende und Entdeckerin auf meinem eigenen Lebensweg. Nach einer tiefen Lebenskrise am Ende meines Studiums verbrachte ich einige Jahre als Sennerin und Gärtnerin in der Landwirtschaft und lernte die heilende Kraft der Natur und der Erde kennen und schätzen gelernt. In diese Zeit begegnete ich auch einer wichtigen Mentorin, die mich zur Arbeit mit dem Medizinrad/ den vier Schilden, Schwellengängen und der hierarchie- und wertfreien Kommunikationsform des Council brachte.

Nun befinde ich mich selbst in der Ausbildung um dieses fast verloren gegangene Wissen über unsere zyklische Natur zu erlernen, zu verinnerlichen und weiterzutragen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich durch meine Arbeit als Koordinatorin des Projekts ‚Zum Glück‘ am Institut für angewandte Kulturforschung e.V. das Team von wälderwärts kennen lernen durfte und nun ein erstes Seminar gemeinsam mit ihnen anbieten kann.