„Unsere“ Natur

Ein einsames einzelnes Kind zieht durch die Stadt.
Umgeben von vielen guten Leuten,
es ward nicht wahrgenommen,
es waren viele derer die sich freuten,
unserem Kind nicht wohlgesonnen.

Keiner merkt!
Was ist verkehrt?
Dem Kinde schmerzt der Magen,
es fühlt sich wie erschlagen.

Ein paar Meter weiter
und es ward aufgenommen,
aus den Wipfeln schallt; wilkommen!
Und es fühlt sich heiter.

Da reicht ein knorriger alter Arm
dem Kinde ein paar Beeren,
der schien fast arm,
doch tat dies ohne zu beschweren.

Jetzt wohl auf,
ohne einen Kauf,
entschwand das Kind
fast getragen wie vom Wind.

Und der Samen blüht jetzt dort,
an einem fernen Ort.

 

Morgens im Schlafsack

Langsam kommt das Morgenlicht
der Himmel färbt von gelb zu blau
Darin fliegt eine erste Schwalbe
schwatzend hoch mit Sonn’ am Bauch

Jetzt gleich werden es mehrere
jetzt ist es schon ein ganzer Schwarm
Zart gelb-orange spiegeln sie wieder
was hinter’m Horizont versteckt

Der Rabe und die Bachstelz’ ziehen
schon ihrer morgendlichen Wege
Familie Rotschwanz hat entdeckt:
die Hollerbeeren reifen!

Rotmilan gleitet sanft vorbei
er zählt sein Alter noch in Wochen
Turmfalk ist ganz ähnlich alt
und zielstrebig verschwunden

Ich liege hier, die Nase kalt
mein Schlafsack nass vom Tau
Die Nacht war herrlich sternenklar
der Tag wird strahlend blau

geschrieben am 11. August 2016 von Moritz
Bitte nicht kopieren, weiterposten, twittern oder sonstwie stehlen.
Stattdessen gerne auf diese Seite verlinken.